MTU Aero Engines Aktie 

Die im MDAX gelistete MTU Aero Engines AG ist ein für die Luftfahrtbranche tätiger Maschinenbauer. Die Abkürzung MTU steht für „Motoren und Turbinenunion“. Das in München beheimatete Unternehmen fertigt Triebwerke sowohl für die zivile und militärische Luftfahrt.

MDAX Aktie: MTU Aero Engines AG

Branche: Transport / Verkehr

Neben der fertigung von Triebwerken bietet das Unternehmen auch Dienstleistungen im Bereich der Instandhaltung für Triebwerke an. Innerhalb Deutschlands ist MTU Aero Engines der größte Hersteller von Triebwerken für die Luftfahrt. Auch international gesehen gehört das Unternehmen in seinem Bereich zu den führenden Anbietern.
MTU Aero Engines ist seit dem Jahre 2005 im MDAX gelistet. Die Indexgewichtung des Unternehmens innerhalb des MDAX beträgt 3,6% im Jahr 2012 und 2,92% im Dezember 2015.

Unternehmensstruktur und Geschäftsfelder

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der MTU Aero Engines AG war Egon Behle der dieses Amt seit Beginn des Jahres 2008 inne hatte, aber am 1. Jan. 2014 von Reiner Winkler abgelöst wurde.
Das Unternehmen beschäftigt 2012 knapp 8.000 Mitarbeiter. MTU Aero Engiens ist ein global agierendes Unternehmen. Das Unternehmen ist in Deutschland an verschieden Standorten präsent und darüber hinaus bspw. auch in Polen, den USA und China vertreten.
Der im Jahr 2011 erzielte Umsatz betrug 2,7 Milliarden Euro.

Die MTU Aero Engines ist an Bau und Entwicklung von fast jedem modernen Triebwerk in der zivilen Luftfahrt beteiligt. Dies liegt daran, dass das Unternehmen über Beteiligungen bzw. Tochtergesellschaften mit allen bedeutenden Herstellern von Triebwerken in der Luftfahrtbranche verbunden ist. Dazu zählen bspw. Pratt & Whitney, Gerneral Eletctric, Volovo Aero oder Snecma.
MTU Aero Engines ist zudem an einer Vielzahl von Konsortien beteiligt, die Triebwerke gemeinesam entwickeln und fertigen. Im Bereich der zivilen Luftfahfrt ist dies beispielsweise bei International Aero Engines, dem Hersteller des Triebwerks V 2500, der Fall. Ein weitere Konsortium, an dem das Unternehmen beteiligt ist, ist die Engine Alliance, die Antriebe für den Airbus A380 produziert.

Im Bereich der Instandhaltung von Triebwerken zählt die MTU Aero Engines AG zu den weltweit führenden Unternehmen. Standorte für die Wartung von Triebwerken existieren in Deutschland, Kanada und China. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Standort Hannover zu, an dem mittlere und große Triebwerke für die zivile Luftfahrt repariert und überholt werden.

Unternehmensgeschichte

Die Gründung der MTU Aero Engines lässt sich auf das Jahr 1913 zurück datieren. Damals gründete Karl Rapp ein Werk zur Herstellung von Flugmotoren.
Die Rapp Motorenwerke entwickelten sich 1917 zur BMW AG. Im Jahre 1934 kam es zur Ausgliederung der BMW Flugmotorenbau GmbH, aus der später die MTU Aero engines werden sollte.
Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges war es den Deutschen seitens der alliierten Siegermächte zunächst untersagt zivile oder militärische Luftfahrt zu betreiben. Erst ab dem Jahre 1955 konnte das Unternehmen die Produktion von Flugmotoren wieder aufnehmen.
Im Jahre 1969 kommt es schließlich zur Gründung der MTU.
Die 1970er Jahre erweisen sich vor allen Dingen durch Entwicklung des Triebswerks für das Militärflugzeug Tornado als erfolgreiche Zeit für das Unternehmen.
Neben der Entwicklung von Triebwerken für militärische Flugzeuge gewinnt im Laufe auch der Bereich der zivilen Luftfahrt zunehmend an Bedeutng für das Unternehmen.
Im Laufe der 1980er Jahre schließt das Unternehmen zahlreiche joint ventures mit anderen großen Triebwerkherstellern. Dazu gehören bspw. Pratt & Whitney oder Rolls-Royce.

Zu Beginn der 1990er Jahre gerät das Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage, schafft es aber durch Umstrukturierungen und richtige strategische Maßnahmen die Schwierigkeiten zu bewältigen.
Das Unternehmen internationalisiert sich im Zuge der Globalisierung zu Beginn der 2000er Jahre zunehmend und gründet verschiedene Tochtergesellschaften, wie bspw. In Brasilien und China.

Im Zuge der Gründung der EADS (European Aeronautic Defence and Space Company) im Juli 2000 wird die MTU direkt an DaimlerChrysler angebunden. Das Unternehmen tritt seit dem unter dem Namen MTU Aero Engines auf. Im Jahre 2005 erfolgt der Börsengang des Unternehmens. Noch im selben Jahr wird es in den MDAX aufgenommen.

MTU Aero Engines AG