Hamburger Hafen und Logistik Aktie 

Die Hamburger Hafen Logistik AG, abgekürzt HHLA, ist der Betreiber des Hafens der Hansestadt Hamburg. Die HHLA teilte sich im Jahre 2007 in die Bereiche Logistik und Immobilien. Der daraufhin vollzogene Börsengang des Unternehmens erfolgte nur mit dem Bereich Logistik.

SDAX Aktie: Hamburger Hafen und Logistik AG

Branche: Diverse

Eines der bedeutendsten Häfen der Welt. Die Aufahme der HHLA in den MDAX erfolgte im Jahre 2007.Die Indexgewichtung der HHLA innerhalb des MDAX beträgt 0,54 % im Jahr 2012. Mit dem Stand vom Dezember 2015 ist die HHLA nicht mehr im MDAX sondern im SDAX vertreten und hat dort eine Gewichtung von 1,27%.

Unternehmensstruktur und Geschäftsfelder
Der Vorstandsvorsitzende der Hamburger Hafen und Logistik AG ist Klaus-Dieter Peters. Das Unternehmen beschäftigte 2012 insgesamt 4.800 Mitarbeiter, die überwiegend im Bereich des Hamburger Hafens arbeiteten. Im Dezember 2014 betrug die Mitarbeiter-Anzahl 5.194.
Der im Jahre 2011 erwirtschaftete Umsatz betrug 1,2 Milliarden Euro. Nachdem es in den Jahren 2008 und 2009 aufgrund der Wirtschaftskrise zu geringeren Umsätzen kam, konnte ab dem Jahre 2010 wieder ein deutliches Ansteigen des Umsatzes verzeichnet werden. Auch im Jahr 2014 erwirtschaftete das Aktienunternehmen einen Umsatz von knapp 1,2 Milliarden Euro.

Aufgabe und Ziel der HHLA ist es mit effizienten Containerterminals, leistungsstarken Transportsystemen, umfassenden Logistikdienstleistungen ein komplettes Netzwerk zwischen Überseehafen und europäischem Hinterland zu betreiben.
Die HHLA ist in vier Unternehmensbereich unterteilt. Diese sind: Container, Intermodal, Logistik und Immobilien.
Im Bereich Container erfolgt der Umschlag der Container zu zwei Drittel über die drei Terminals der HHLA in Altenwerder, Buchardkai und Tollerort. Darüber betreibt die HHLA auch einen im ukrainischen Odessa gelegenen Container Terminal. In dem Geschäftssegment Container sind sämtliche Dienstleistungen rund um den Container und die Abfertigung der Schiffe gebündelt.
Im Geschäftsbereich Intermodal erschließen verschiedene Tochtergesellschaften der HHLA durch ein Netzwerk verschiedener Transportlösungen.
Zu den Im Unternehmensbereich Logistik erbrachten Leistungen gehören bspw. die Kontrakt ud Lagerlogistik. Der Bereich der Fahrzeuglogistik wird von der Tochterfirma Unikai betrieben.
Aufgabe des Unternehmensbereich Immobilien ist es das Gelände der HHLA instandzuhalten und erfolgreich weiterzuentwickeln. Zu den von der HHLA verwalteten Immobilien gehören bspw. die Speicherstadt,der Fischmarkt und zahlreiche sich auf dem Hafengelände befindende Bürogebäude.
 

Unternehmensgeschichte
Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis in das 1864 zurück. Damals kam es im Zuge der Schaffung moderner Hafenanlagen in Hamburg zur Gründung der staatlichen Kaiverwaltung.
1883 beginnt der Bau der Speicherstadt für den zahlreiche Wohngebäude abgerissen werden müssen. Zwei Jahre später folgt die Gründung der Hamburger Freihafen Lagerhaus Gesellschaft deren Aufgabe es war, die Speicher zu vermieten. Der Bau der Speicherstadt wird im Jahre 1927 abgeschlossen. Die Speicherstadt erwies sich als eine der tragenden Säulen für die erfolgreiche Entwicklung des Hamburger Hafens.
Der Hamburger Hafen entwickelt sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgrund seiner strategisch wichtigen Lage und den vorhandenen Strukturen im Bereich der Logistik und Verwaltung hinter London und New York zu einem der weltweit wichtigsten Häfen. Eines der wichtigste Transportgüter die zum Aufstieg des Hamburger Hafens beitrugen waren Südfrüchte, deren Import im Laufe der Jahre ständig anwuchs.
Während des zweiten Weltkrieges wurden ca. 50 Prozent der Speicherstadt zerstört. Die Anlagen wurden teilweise neu wiederaufgebaut, teilweise aber auch durch andere Gebäude, wie bspw. das Hanseatic Trade Center, ersetzt.
Ab Beginn der 1950er Jahre konnten durch Einsatz von Gabelstaplern deutlich größere Frachtmengen in immer kürzere Zeit verladen werden.
Im Laufe der 1970er wurden zunehmen Container zur Verschiffung der Waren eingesetzt.
Dies führte zu einem Strukturwandel im Bereich der Lagerlogistik und brachte zahlreiche Umbaumaßnahmen am Hamburger Hafen mit sich.
In den 1980er gelingt es Hamburg sich zum weltgrößten Lager- und Handelsplatz für Orientteppiche zu entwickeln.
In den 1990er Jahren erfolgt die zunehmende Vernetzung des Hamburger Hafens mit dem osteuropäischen Hinterland durch Ausbau des Schienenverkehrs.
Im Jahre 2005 kommt es zur Umbenennung des Unternehmens in Hamburger Hafen und Logistik AG. Zu Beginn des Jahres 2007 teilt sich die HHLA in die Teilkonzerne Hafenlogistik und Immobilien, um mit dem Bereich Hafenlogistik im November 2007 an die Börse zu gehen.
Hamburger Hafen und Logistik AG