Fraport Aktie 

Die Fraport AG ist die Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens. Der Name des Unternehmens ist eine Kombination aus den Wörtern Frankfurt und Airport. Sie ist darüber hinaus auch an weiteren deutschen und ausländischen Flughäfen beteiligt und gehört weltweit zu den führenden Unternehmen im Airportbusiness.

MDAX Aktie: Fraport AG

Branche: Diverse

Die Fraport AG wurde nach ihrem Börsengang im Jahre 2001 in den MDAX aufgenommen. Die Indexgewichtung der Fraport AG innerhalb des MDAX beträgt im Jahr 2012 1,92% und ist mit dem Stand vom Dez. 2015 au 1,42% gesunken.

Aktionärsstruktur:

  • 2012: Mit 32% ist das Land Hessen der größte Anteilseigner des Unternehmens. 20% der Aktien befinden sich in den Händen der Stadt Frankfurt. Weitere 18% der Aktien der Fraport AG werden von der Bundesrepublik Deutschland gehalten. Der Rest der Aktien (29%) befindet sich in Streubesitz.
  • 11.09.2015: Land Hessen 31,35%, Stadtwerke Frankfurt am Main 20,02%, Deutsche Lufthansa AG 8,45%, RARE Infrastructure Limited 2,99%, Unbekannt/Streubesitz 37,19%.
Unternehmensstruktur und Geschäftsfelder

Derzeitiger Vorstandsvorsitzender der Fraport AG ist Stefan Schulte. Er trat dieses Amt im Jahre 2009 an. Die Fraport AG beschäftigte 2012 etwa 20.500 Mitarbeiter und bis zum Stand am Dez. 2014 hat sich an der Mitarbeiteranzahl nicht viel geändert. Neben dem Hauptstandort Frankfurt ist die Fraport AG über ihre Tochtergesellschaften weltweit am Management von 13 weiteren Flughäfen beteiligt. Dazu gehören bspw. die Flughäfen in Antalya, St. Petersburg, Lima und New Dehli.
Der im Jahre 2011 erwirtschaftete Umsatz belief sich auf 2,4 Milliarden Euro. Der in diesem Jahr erzielte Gewinn betrug 250 Millionen Euro. Das Geschäftsjahr 2014 erziete 2,39 Milliarden Euro.

Hauptaufgabe des Unternehmens ist die Entwicklung und Bewirtschaftung des Frankfurter Flughafens. Die Unternehmensstruktur der Fraport AG untergliedert dabei sich in vier Geschäftsbereiche. Diese sind: Airport security Management, Handels- und Vermietungsmanagement, Bodenverkehrsdienste und das Flug- und Terminalmanagement.

Das Passagieraufkommen des Frankfurter Flughafens betrug im Jahre 2011 56 Millionen. Gemessen an dieser Zahl zählt der Frankfurter Flughafen zu den größten europäischen Flughäfen. Um den für die Zukunft prognostizierten steigenden Passagier- und Frachtzahlen gerecht zu werden, sind deutliche Erweiterungen des Flughafens geplant. Der Ausbau wurde mit dem Bau einer neuen Landebahn bereits in die Wege geleitet. Folgen soll der Bau eines neuen Terminals, neuer Wartungseinrichtungen sowie die ständige Weiterentwicklung aller technischen Systeme.

Die Fraport AG bemüht sich bei der Bewirtschaftung des Frankfurter Flughafens auch um ökologische Nachhaltigkeit. So war das das Unternehmen der einzige Flughafenbetreiber der in den Dow Jones Sustainabilty Index aufgenommen werden. In diesem Index sind ausschließlich Unternehmen gelistet, die sich in ihrem Handel auch am Kriterium der ökologischen Nachhaltigkeit orientieren.
 

Unternehmensgeschichte

Die Wurzeln der Fraport AG lassen sich auf das Jahr 1947 datieren. Damals kam es zur Gründung der Verkehrsaktiengesellschaft Rhein-Main, deren Aufgabe es war, den Wiederaufbau des während des zweiten Weltkrieges zerstörten Frankfurter Flughafens zu managen.

Das Vorhaben gelang und Anfang der 1950er kam es zu einem deutlichen Anstieg des zivilen Luftverkehrs, der einen Ausbau des Flughafengeländes nach sich zog.

Im laufe der 1960er avancierte der Frankfurter Flughafen zum größten innerhalb Deutschlands und hinter dem Londoner Flughafen Heathrow zum zweitgrößten innerhalb Europas.

Um den aufkommenden Düsen-Jets und Großraumflugzeugen gerecht zu werden, kam es während der 1960er und 1970er Jahre zu zahlreichen weiteren Ausbauten und Modernisierungen des Frankfurter Flughafens. So entstand im Jahre 1972 das Terminal 1.

Der ständige Ausbau und dadurch zunehmende Fluglärm des Frankfurter Flughafens führte zu immer mehr Unmut bei der in Flughafen nähe lebenden Bevölkerung. Insbesondere der Bau der Startbahn West war von zahlreichen juristischen Klagen und Demonstrationen begleitet und konnte erst zehn Jahre nach Planstellung im Jahre 1984 fertig gestellt werden.

Im Jahre 2001 erfolgte der Börsengang des Unternehmens, der eine Änderung in den Namen Fraport AG mit sich brachte.

In den folgenden Jahren kam es zu weiteren Ausbaumaßnahmen des Frankfurter Flughafens.

Fraport AG